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- GLASNOST
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- Version 1.0 Public Domain
- Januar 1993, Hans Hömberg
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- Was ist Glasnost
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- Glasnost besteht aus 6 kleinen Utilities (TTP's), die in Verbindung mit
- einer textorientierten Shell, z.B Mupfel von Gereon Steffens, zu etwas
- mehr Durchblick im TOS/GEMDOS Dateisystem verhelfen sollen. Mit Glasnost
- kann jeder Datei ein max. 40 Zeichen langer Infotext zugeordnet werden,
- der im Verzeichnislisting angezeigt wird und über den die Datei auch an-
- gesprochen werden kann.
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- Leute die ausschliesslich mit GEM Programmen arbeiten sollten sich nun
- besser eine andere Lektüre suchen, da Glasnost unter einer grafischen
- Oberfläche nicht sinnvoll einsetzbar ist. Das ist sehr schade, denn ge-
- rade bei GEM Desktop's, wie z.B GEMINI von Stefan Eissing, wäre eine
- Einbindung von erweiterten Dateinamen über den Menüpunkt `Datei Info'
- besonders interressant..
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- Als Vorbild für Glasnost musste die "describe" Funktion der MS-DOS Shell
- 4DOS herhalten. Zugunsten eines schnelleren Schreib/Lese-zugriffs wurde
- jedoch auf eine 100%ige Kompatibilität verzichtet; trotzdem können die
- 4DOS Kommentare von Glasnost problemlos gelesen werden (und umgekehrt).
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- Glasnost kommt in Form folgender Dateien daher:
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- - DESCRIBE.TTP Kommentare vergeben und editieren.
- - DIR.TTP Verzeichnislisting ausgeben, inc. Kommentar
- - COPY.TTP Dateien kopieren, inc. Kommentare
- - RENAME.TTP Dateien umbenennen/verschieben, inc. Kommentar
- - DELETE.TTP Dateien löschen, inc. Kommentar
- - APPLY.TTP Shell Funktionen anwenden, laut Bedingung
- - GLASNOST.DOK Diese Gebrauchsanleitung
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- In einem getrennten Ordner o. Archiv und zusammen mit dieser Datei darf
- Glasnost, auch in Verbindung mit anderen Freeware/Shareware Produkten,
- gerne weitergegeben werden. Es _sollte_ auf jedem Atari ST/TT mit einer
- TOS Version ab 1.02 lauffähig sein.
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- *der Autor neigt gelegentlich zu einer etwas geschwollenen Ausdrucks-
- weise, ich bitte das (milde) zu berücksichtigen..
- *der Säzzer
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- Installation
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- Wie schon gesagt, die Anwendung von Glasnost ist nur zusammen mit einem
- leistungsfähigen Kommandozeileninterpreter (meistens "Shell" oder "CLI"
- genannt) möglich. Ich beziehe mich dabei insbesondere auf die Arbeit mit
- dem genialen Gemini/Mupfel Gespann, womit es u.a. möglich ist Kommando-
- zeilen sehr komfortabel in einem GEM-fenster zu bearbeiten. Alle Shells
- die das erweiterte `xARG' Verfahren zur Argumentübergabe unterstützen
- und ihre internen Funktionen über die Systemvariable `_shell_p' anderen
- Programmen zugänglich machen, sind vorzüglich zur Ansteuerung von Glas-
- nost geeignet (z.B Gulam). Im folgenden wird davon ausgegangen dass Sie
- mit der Bedienung solcher Shells bereits vertraut sind..
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- ..kopieren Sie alle Glasnost TTP's in ein Verzeichnis das der Shell
- durch die Environmentvariable `PATH' bekannt ist, das war's FERTIG.
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- Vorteilhaft wäre, wenn sich dieses Verzeichnis auf einer Ramdisk befin-
- det und standartmässig gehasht wird (Mupfel), das beschleunigt den Zu-
- griff ganz erheblich, ist aber keine Voraussetzung.
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- Allgemeine Benutzung
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- Die Glasnost TTP's lassen sich nun, genauso einfach wie die internen
- Shell Befehle, über ihre Namen aufrufen. Sie unterscheiden sich dabei in
- Funktion und Bedienung kaum von den korrespondierenden Befehlen: ls, dir
- cp, copy, mv, ren, rm, und del - wie sie auch auf anderen Systemen nicht
- ganz unbekannt sind. (UNI*, DOSe undundund..)
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- Dabei sollen die Glasnost Funktionen: dir, copy, rename u. delete ledig-
- lich als Ersatz für die eingebauten Shell Befehle herhalten; was aber
- nur nötig ist wenn mit Dateien gearbeitet wird die auch tatsächlich mit
- Kommentaren belegt sind..
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- ..genau das lässt sich mit der Funktion "describe" bewerkstelligen, wäh-
- rend "apply" dazu dient solche Dateien auch über den erweiterten Datei-
- namen (Kommentar) anzusprechen, um z.B irgendein internes oder externes
- Kommando darauf anzuwenden (löschen, kopieren, archivieren u.s.w).
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- Alle TTP's folgen bei der Auswertung der Kommandozeile einer einheitli-
- chen Logik (hoffentlich). Alle Argumente die nicht durch ein vorange-
- stelltes '-' als Option oder Schalter gekennzeichnet sind werden als
- Verzeichnis\Dateiname interpretiert. Dabei ist in den meisten Fällen die
- Übergabe von beliebig vielen Argumenten möglich, es wird aber nur die
- Pfadkomponente des ersten und evt. des letzten (copy, rename) Arguments
- beachtet, alle weiteren werden ignoriert. Die üblichen Wildcards '*' und
- '?' sind natürlich auch erlaubt. Zugriffe auf nicht vorhandene Laufwerke
- oder Verzeichnisse werden nur von "dir" abgefangen, die anderen Tools
- reagieren mit einer BIOS Fehlermeldung.
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- Die Environmentvariable `DSCFILE' gibt den Dateinamen an, unter dem die
- Glasnost Daten verwaltet werden; voreingestellt ist `DESCRIPT.ION'. Sie
- wird von allen Tools berücksichtigt, braucht aber normalerweise nicht
- gesetzt zu werden.
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- Alle Optionen werden durch 1 Buchstaben dargestellt und lassen sich auch
- in Grüppchen zusammenfassen ( z.B -xrdsf ). Über die Option '-?' gibt
- jedes TTP einen kurzen Hilfetext aus.
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- describe
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- describe [Optionen] [Verzeichnis\][Dateien] [Kommentar]
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- Wird benötigt um Kommentare zu vergeben oder zu editieren. Es können
- (fast) beliebig viele Argumente angegeben werden. Falls kein Verzeichnis
- o. Dateiname angegeben ist, werden alle Dateien im aktuellen Verzeichnis
- bearbeitet. `Kommentar' muss min. 1 Leerzeichen enthalten, sonst wird er
- als Dateiname interpretiert. Wenn `Kommentar' fehlt, tritt der einge-
- baute describe Editor auf den Plan; die angegebenen Dateien oder das
- komplette Verzeichnis erscheinen nach Namen sortiert und können mit den
- folgenden Tasten editiert werden:
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- Cursortasten wie üblich.
- <SHIFT>links zum Zeilenanfang.
- <SHIFT>rechts zum Zeilenende
- ESCAPE Ganze Zeile löschen
- <ALT>D Text zwischen Cursor u. Zeilende löschen
- <ALT>C Text zwischen Cursor u. Zeilende merken
- <ALT>P o. UNDO Gemerkten Text einfügen
- RETURN zur nächsten Zeile.
- <CONTROL>A o. C Abbruch ohne Speichern.
- <CONTROL>S Abbruch mit Speichern.
- HELP Es erscheint das Hilfemenü:
- "[A]bbruch, [S]ichern, [W]eiter"
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- ESCAPE und <ALT>D kann mit UNDO rückgängig gemacht werden. Mit den nor-
- malen Tasten kann der Text editiert werden wie üblich. Alle Ascii Zei-
- chen sind erlaubt, die maximale Zeilenlänge ist 40 Zeichen.
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- Optionen:
-
- -d (delete) die Kommentare der angegebenen Dateien werden gelöscht
- -v (version) aktuelle Versionsnummer ausgeben
-
- Environment:
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- ROWS gibt die Bildschirmgrösse in Zeilen an, falls diese Variable
- nicht gesetzt ist werden 25 Zeilen vorausgesetzt.
- DSCFILE Name der Glasnost Systemdatei, siehe -> Allgemeine Benutzung.
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- dir
- ------------------------------------------------------------------------
- dir [Optionen] [Verzeichnis\][Dateien]
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- Dies ist ein Ersatz für die interne Shell Funktion "ls" oder "dir". Er
- verhält sich wie jede handelsübliche dir Funktion; bis auf zwei kleine
- Unterschiede:
- 1.) Die hübschen Kommentare die mit "describe" erstellt wurden, werden
- angezeigt. (..ausser bei mehrspaltiger Ausgabe)
- 2.) Bei der Anzeige von besonders langen Verzeichnislistings kann mit
- den Cursor auf/ab Tasten gescrollt werden, jede andere Taste been-
- det diese Funktion. Dieses Feature wird bei einer Ausgabeumleitung
- ("dir > dir.txt") automatisch unterdrückt, es lässt sich auch mit
- der Option '-s' absschalten.
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- Optionen:
-
- -h (hidden) versteckte und Systemdateien werden angezeigt.
- -u (upper) Dateinamen werden in Groβschrift ausgegeben.
- -v (version) die aktuelle Versionsnummer wird ausgegeben.
- -d (dump) es werden ausschliesslich Dateinamen gelistet.
- -s (small) Kopf- und Fussszeilen werden unterdrückt,
- -r (reverse) Umkehrung der normalen Sortierreihenfolge.
- -1|2|3|4|5|6 formatierte Ausgabe mit -x Spalten.
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- -a[^]LSHDAR
- (attribute) bei -a ohne Zusatzargument werden im Listing statt der
- Erstellungsszeit die Dateiattribute angezeigt. Bei Angabe eines
- oder mehrerer Zusatzargumente (Grossbuchstaben ohne Leerzeichen)
- werden nur Dateien aufgelistet bei denen die entsprechenden Attri-
- bute gesetzt - oder (bei vorangestelltem '^') nicht gesetzt sind.
- Als Attribute gelten: [L]abel, [S]ystem, [H]idden,
- [D]irectory, [A]rchiv, [R]ead only.
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- -oN|T|L|D|A|K|U
- (order) Hiermit kann festgelegt werden nach welchem Kriterium das
- Verzeichnislisting sortiert wird. -o braucht ein Argument in Form
- eines Grossbuchstabens, dieser hat folgende Bedeutung:
- [N]ame, [T]yp, [L]änge, [D]atum/Zeit, [A]ttribut,
- [K]ommentar, [U]nsortiert. Voreingestellt ist [N]ame.
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- Environment:
-
- ROWS gibt die Bildschirmgrösse in Zeilen an, falls diese Variable
- nicht gesetzt ist werden 25 Zeilen vorausgesetzt.
- DSCFILE Name der Glasnost Systemdatei, siehe -> Allgemeine Benutzung.
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- copy
- ------------------------------------------------------------------------
- copy [Optionen] [Quelle\][Dateien] [Ziel\][Datei]
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- Da der Shell-interne "cp" o. "copy" Befehl die Glasnost Kommentare nicht
- berücksichtigt, ist diese Funktion nötig. Sie kopiert `Quelle\Datei'
- nach `Ziel\Datei' oder eine oder mehrere `Dateien' in das angegebene
- Verzeichnis in Dateien gleichen Namens. Dabei können auch komplette Ver-
- zeichnisse kopiert werden, allerdings nur auf einer Ebene; d.h. rekur-
- sive Kopiervorgänge sind leider nicht möglich (Das kann zum Teil mit der
- Funktion "apply" erledigt werden..). Wenn nur 1 Argument angegeben ist
- wird das aktuelle Verzeichnis als Ziel betrachtet, sonst immer das
- letzte Argument. (sollte beachtet werden wenn die Shell eine Wildcard-
- expansion durchführt).
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- Optionen:
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- -v (version) aktuelle Versionsnummer ausgeben.
- -q (quiet) alle Textausgaben unterdrücken.
- -d (date) Datum der Quelldateien ignorieren.
- -n (nonexistent) bereits vorhandene Dateien nicht kopieren.
- -o (over) Überschreiben von vorhandenen Dateien ohne
- Sicherheitsabfrage.
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- Environment:
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- DSCFILE Name der Glasnost Systemdatei, siehe -> Allgemeine Benutzung.
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- rename
- ------------------------------------------------------------------------
- rename [Optionen] [Quelle\][Dateien] [Ziel\][Datei]
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- Diese Funktion ersetzt den Shell-internen "mv" o. "rename" Befehl. Dabei
- bleiben die Glasnost Kommentare erhalten, sie beziehen sich ja auf den
- Inhalt einer Datei - und nicht auf den Namen. "rename" benennt `Quelle\
- Datei' in `Ziel\datei' um oder verschiebt eine oder mehrere `Dateien' in
- das angegebene Verzeichnis. Dabei können auch komplette Verzeichnisse
- (ohne Unterverzeichnisse, siehe "copy") verschoben werden. Wenn nur ein
- Argument angegeben ist wird das aktuelle Verzeichnis als Ziel benutzt,
- sonst immer das letzte Argument. Es kann - wie üblich - nur innerhalb
- eines Laufwerks verschoben werden. Der Zugriff auf schreibgeschützte Da-
- teien wird mit dem Hinweis "Zugriff nicht möglich" bestraft. Mit "apply"
- als Prefix lassen sich auch komplizierte rename-Aktionen realisieren.
- (z.B alle *.x nach *.y, siehe "apply"..)
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- Optionen:
-
- -v (version) aktuelle Versionsnummer ausgeben.
- -q (quiet) alle Textausgaben unterdrücken.
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- Environment:
-
- DSCFILE Name der Glasnost Systemdatei, siehe -> Allgemeine Benutzung.
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- delete
- ------------------------------------------------------------------------
- delete [Optionen] [Verzeichnis\][Dateien]
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- Verhält sich fast genauso wie der interne Shellbefehl "del" o. "rm". Die
- Funktion löscht eine oder mehrere `Dateien' oder auch ganze Verzeichnis-
- se. Im letzten Fall wird nur der Inhalt gelöscht, das Verzeichnis selbst
- bleibt jedoch erhalten. Eine Sicherheitsabfrage erfolgt nur wenn dies
- durch die Option '-s' eingeschaltet ist. Zugriffe auf schreibgeschützte
- Dateien werden mit dem Hinweis "Zugriff nicht möglich" bestraft.
-
- Optionen:
-
- -v (version) aktuelle Versionsnummer ausgeben.
- -q (quiet) alle Textausgaben unterdrücken.
- -s (security) Löschen nur mit Bestätigung
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- Environment:
-
- DSCFILE Name der Glasnost Systemdatei, siehe -> Allgemeine Benutzung.
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- apply
- ------------------------------------------------------------------------
- apply [Optionen] Funktion [Argumente]..
- ..to [Verzeichnis\][Dateien] [Bedingungen]
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- "apply" nimmt innerhalb des Glasnost Systems eine Sonderstellung ein da
- es praktisch keine eigene Funktion hat, sondern dazu dient andere Funk-
- tionen (interne o. externe Shellkommandos) aufzurufen. Dabei baut es an-
- hand seiner eigenen Argumente (die nach dem "to") eine oder mehrere Kom-
- mandozeilen zusammen, mit denen eine andere Funktion aufgerufen wird.
- D.h. die angegebene `Funktion' wird auf `Dateien' angewendet die den ge-
- forderten `Bedingungen' entsprechen.
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- Dabei kann - muss aber nicht - in `Argumente' das Stellvertreterzeichen
- '%' benutzt werden welches 2 Aufgaben hat:
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- 1.) mit einer unmittelbar darauffolgenden Zahl (optional) kann festge-
- legt werden wieviele Argumente (Dateinamen) der `Funktion' pro
- Aufruf maximal übergeben werden dürfen. (Voreinstellung ist: unbe-
- grenzt viele, max. 256 Zeichen) Die von "apply" ermittelten Argu-
- mente werden anstelle des '%' in die Kommandozeile eingesetzt.
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- 2.) mit einem unmittelbar darauffolgenden Punkt + max. 3 Buchstaben
- (z.B '%.txt', nur sinnvoll bei einem vorhergegangenen '%1') kann
- eine bestimmte Dateiextension vorgegeben werden. D.h. an dieser
- Stelle wird der von "apply" ermittelte Dateiname eingesetzt, aber
- ohne Pfadkomponente und mit der neuen Extension.
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- Beispiele: Funktion Argumente
- -------- -------------------
- rename %1 %.xyz
- ass %1 -o d:\objekt\%.o
- more %5
- copy -q % h:\tempdir
- print % -xrd
- dir -su6
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- Das '%' wird also nur gebraucht wenn 1.) eine zahlenmässige Begrenzung
- der Argumente erforderlich ist, oder 2.) die Argumente eine ganz be-
- stimmte Position in der Kommandozeile einnehmen sollen. Ohne das '%'
- werden die ermittelten Argumente immer hinten angehängt. Die Funktion
- wird sooft aufgerufen bis alle ermittelten Argumente bearbeitet sind.
-
- Alle Parameter die dem "to" (siehe oben) folgen, werden als `Verzeich-
- nis\Dateiname' interpretiert sofern sie nicht durch ein vorangestelltes
- '-' als Option oder Bedingung markiert sind. Wenn `Verzeichnis\Dateien'
- fehlt beziehen sich `Bedingungen' auf das aktuelle Verzeichnis. Sowohl
- in den Dateinamen als auch in den Bedingungen können erweiterte (Unix-
- ähnliche) Suchmuster benutzt werden.
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- Suchmuster:
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- "?" steht für _ein_ beliebiges Zeichen.
- "*" steht für kein oder beliebig viele "?".
- "[a-z]" steht für ein Zeichen innerhalb des Bereichs [von-bis].
- "[örKs]" steht für eins der in Klammern angegebenen Zeichen.
-
- Jedes Zeichen kann mit einem vorangestelltem '\' gequoted werden und
- verliert dadurch seine Sonderbedeutung. Durch ein führendes '^' wird der
- Wahrheitsgehalt eines Ausdrucks umgekehrt, sowohl innerhalb der '[]' als
- auch für das gesamte Suchmuster. Gross/Kleinschreibung wird nur beachtet
- wenn dies durch die Option '-c' (case-sensitivity) eingeschaltet ist.
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- Bedingungen:
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- -e Suchmuster
- (extendet-name) es werden nur Dateien gefunden deren Kommentar dem
- angegebenen Suchmuster entspricht. Beispiele:
- -e '?*' alle Dateien die irgendeinen Kommentar haben.
- -e '^?*' alle Dateien die _keinen_ Kommentar haben.
- -e'zaeh source' alle Dateien mit exakt diesem Kommentar.
- -e'test*' alle Dateien deren Kommentar mit "test" beginnt.
- -e'^*oxmox*' alle Dateien deren Kommentar _nicht_ die Zeichen-
- folge "oxmox" enthält.
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- -d [<>=]Datum1[-Datum2]
- (date) es werden nur Dateien gefunden bei denen das Erstellungsda-
- tum gleich `Datum1' ist, oder in dem angegebenen Bereich liegt.
- Es gilt die übliche Schreibweise; Leerzeichen sind erlaubt, aber
- nicht nötig. (gilt auch für -t , -s und -a)
- Beispiele: -d'1.1.91 - 31.12.91' Anfang bis Ende 1991
- -d '10.1' 10. Januar dieses Jahres
- -d '<13' 1. bis 12. dieses Monats
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- -t [<>=]Zeit1[-Zeit2]
- (time) es werden nur Dateien gefunden deren Erstellungszeit gleich
- `Zeit1' ist, oder in dem angegebenen Bereich liegt.
- Beispiele: -t'12-17:00' 12:00 bis 17:00
- -t '17' genau 17:00 Uhr
- -t '>= 20' 20:00 bis 23:59 Uhr
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- -s [<>=]Grösse1[-Grösse2]
- (size) es werden nur Dateien gefunden deren Länge genau `Grösse1'
- beträgt, oder in dem angegebenen Bereich liegt.
- Beispiele: -s'<1000' kleiner als 1000 Bytes
- -s '100000 -200000' dürfte klar sein..
- -s '=< 5000' 0 bis 5000 Bytes
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- -a [^]RHSLA
- (attribute) es werden nur Dateien gefunden bei denen die entspre-
- chenden Attribute gesetzt - oder (bei vorangestelltem '^') nicht
- gesetzt sind. Als Attribute gelten folgende Grossbuchstaben:
- [R]ead only, [H]idden, [S]ystem, [L]abel, [A]rchiv.
- Beispiele: -aA alle Dateien mit gesetztem Archivbit.
- -a RA Read only und Archivbit muss gesetzt sein.
- -a 'A^R' Archivbit gesetzt, kein Schreibschutz.
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- Damit eine Datei gefunden wird, müssen alle angegebenen Bedingungen zu-
- treffen. Jede Bedingung kann - mit unterschiedlichen Argumenten - auch
- mehrmals verwendet werden.
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- Optionen:
-
- -v (version) aktuelle Versionsnummer ausgeben.
- -c (case-sensitivity) Gross/Kleinschreibung im Suchmuster beachten.
- -h (hidden) Versteckte u. Systemdateien berücksichtigen.
- -i (info) Funktionsaufrufe (Kommandozeilen) anzeigen.
- -n (non-execute) Funktionsaufrufe nur anzeigen, nicht ausführen.
- -l (list-directory) Das jeweils bearbeitete Verzeichnis anzeigen.
- -r (rekursiv) es werden alle Verzeichnisse unter dem angege-
- benen, oder aktuellen Verzeichnis bearbeitet.
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- Environment:
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- DSCFILE Name der Glasnost Systemdatei, siehe -> Allgemeine Benutzung.
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- Hinweis: "apply" funktioniert nur in Verbindung mit einer Shell, die die
- Systemvariable `_shell_p' initialisiert hat.
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- Beispiele + Tips
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- In allen Fällen in denen Wildcards in Dateinamen verwendet werden die
- sich nicht auf das aktuelle Verzeichnis beziehen, empfiehlt es sich
- diese mit '' zu quoten. Es kann sonst zu merkwürdigen Ergebnissen kommen
- da die Shell (Mupfel, Gulam) stets versucht diese Wildcards anhand des
- aktuellen Verzeichnisses zu expandieren. In der harten Alltagspraxis hat
- es sich als nützlich erwiesen die langen Glasnost Programmnamen durch
- 2buchstabige Aliase zu ersetzen.. damit lassen sich auch sehr schön be-
- stimmte Optionen voreinstellen. (z.B alias ls 'dir.ttp -ua')
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- Vor der Anwendung von "apply" sollte man dessen Funktionsweise mit der
- Option "-n" ausprobieren. Es eignet sich prima für Backup-Zwecke und
- für Aufrufe aus Stapeldateien heraus. Wenn man z.B eine Batchdatei hat
- mit der man bei jedem Systemstart (oder nach jedem Absturz) ganz be-
- stimmte Dateien auf die Ramdisk kopiert, könnte man dort die folgende
- Zeile einfügen:
- apply cp % g:\ to c:\ -re'+*'
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- Nun kann man jederzeit per "describe" die Dateien kennzeichnen die von
- dieser Batchdatei kopiert werden sollen (alle Dateien auf Laufwerk c:
- die ein '+' als erstes Zeichen im Kommentar haben..). Dabei spielt es
- auch keine Rolle ob man das normale, oder das Glasnost `cp' benutzt.
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- Der voreingestellte Dateiname DESCRIPT.ION kann über die Environmentva-
- riable `DSCFILE' geändert werden. Auf die Art u. Weise lassen sich dann
- auch mehrere Kommentar Set's verwalten (COMPILE.ION, BACKUP.ION etc.)
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- Beispiele:
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- "alias ds 'describe.ttp'"; "ds" oder "ds c:\tempdir"
- Die Kommentare aller Dateien im aktuellen Verzeichnis oder im Ver-
- zeichnis "c:\tempdir" können interaktiv editiert werden.
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- "ds c:\tempdir\*.bak '*.dup' 'später löschen!'"
- Alle Dateien im Verzeichnis "c:\tempdir" mit der Endung ".bak"
- oder ".dup" werden mit dem Kommentar "später löschen" versehen.
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- "apply ds 'Zaeh Saucen Code' to d:\ '*.c' '*.h' -re '^?*'"
- Alle Dateien auf Laufwerk d: mit den Endungen ".c" oder ".h" die
- noch keinen Kommentar haben, werden mit dem angegebenen Kommentar
- versehen.
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- "alias ls 'dir.ttp'"; "ls *.ttp"
- Alle Dateien mit der Endung "*.ttp" auflisten.
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- "apply ls to '^*.ttp'"
- Alle Dateien, ausser die mit der Endung "*.ttp", auflisten.
-
- "apply ls -s to c:\ -lr"
- Gesamtverzeichnis für Laufwerk c: ausgegeben, mit Kommentaren.
-
- "alias cp 'copy.ttp'"; "cp -n d:\source h:\source"
- Alle Dateien aus "d:\source\" werden nach "h:\source" kopiert,
- falls eine Datei im Zielverzeichnis bereits existiert, wird nur
- der Kommentar kopiert.
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- "apply cp % a:\tiramisu to c:\ -re'*Projekt TiramiSu*'"
- Alle Dateien auf Laufwerk c: die die Zeichenfolge "Projekt Tira-
- miSu" im Kommentar haben, werden in das Verzeichnis "a:\tiramisu"
- kopiert, inklusive Kommentar.
-
- "alias mv 'rename.ttp'"; "mv c:\tempdir c:\trashdir"
- Alle Dateien aus dem Verzeichnis "c:\tempdir\" werden nach
- "c:\trashdir\" verschoben.
-
- "apply mv %1 %.dup to c:\*.bak -r"
- Alle Dateien auf Laufwerk c: mit der Endung ".bak" werden in
- gleichnamige Dateien mit der Endung ".dup" umbenannt, der Kommen-
- tar bleibt erhalten.
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- "alias rm 'delete.ttp'"; "rm c:\tempdir"
- Alle Dateien im Verzeichnis "c:\tempdir" werden ohne Sicherheits-
- abfrage gelöscht, ausgenommen versteckte und schreibgeschützte
- Dateien.
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- "apply rm to c:\ -re'*löschen*'"
- Alle Dateien auf Laufwerk c: die die Zeichenfolge "löschen" im
- Kommentar haben, werden gelöscht - inklusive Kommentar.
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- "apply compress %1 to d:\ '*.[^pta]*' -rs'>100000'"
- Alle Dateien auf Laufwerk d: die eine Extension haben die nicht
- mit 'p', 't' oder 'a' beginnt und die grösser als 100000 Bytes
- sind werden komprimiert.
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- "apply ass %1 -o h:\objekt\%.o to d:\source '*.s' -id'>14'"
- Alle Dateien im Ordner "d:\source" die die Endung ".s" haben und
- nach dem 14. dieses Monats entstanden sind werden assembliert, die
- entstehenden Objekt-Dateien werden im Verzeichnis "h:\objekt" ab-
- gelegt. Jede Kommandozeile wird angezeigt.
-
- "apply %1 to d:\*.o -rne'*Projekt x*' > linkfile.txt"
- Es wird eine Textdatei erzeugt die die Verzeichnis\Dateinamen
- aller Objektdateien auf Laufwerk d: enthält die zum "Projekt x"
- gehören.
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- "apply %1 h:\test.txt to c:\*.prg -re'*Lieblingseditor*'
- Alle Programme auf Laufwerk c: mit der Extension ".prg", die mit
- der Zeichenfolge "Lieblingseditor" gekennzeichnet sind, werden mit
- dem Argument "h:\test.txt" aufgerufen.
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- Sonstiges
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- Glasnost legt im jeweiligen Verzeichnis eine versteckte Datei namens
- DESCRIPT.ION an in der die erweiterten Dateinamen enthalten sind. Dabei
- werden durch wahlfreies lesen/schreiben, auch mit älteren TOS Versionen
- und/oder langsamen Festplatten, recht flotte Zugriffsgeschwindigkeiten
- erreicht. Dieser Effekt wird lediglich beim erstmaligen Zugriff auf ein
- Verzeichnis gebremst (und bei gelegentlichen Reorganisationen) weil da-
- bei die Datei per Fcreate() neu angelegt werden muss. Aus dem Grund wer-
- den auch ungebrauchte DESCRIPT.ION's nicht gelöscht. Das Ende der gül-
- tigen Daten wird durch ein <CNTRL>Z angezeigt. Eine DESCRIPT.ION wird
- bei jedem Schreibzugriff durch: describe, copy, rename oder delete nach
- Dateileichen durchsucht - die z.B dann entstehen wenn Dateien die einen
- Kommentar haben, mit dem normalen 'rm' gelöscht werden - gegebenenfalls
- wird dann eine 'garbage collection' durchgeführt.
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- Verzeichnisse die mehr als 300 Dateien enthalten, können von Glasnost
- nicht mehr korrekt bearbeitet werden. Dazu wäre eine aufwendige dyna-
- mische Speicherverwaltung nötig gewesen, was sich ungünstig auf die
- Programmgrösse ausgewirkt hätte..
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- Alle TTP's versuchen durch Nichtbenutzung der Funktion Dsetpath() das
- berüchtigte 40 (oder neuerdings 100-Ordner) Problem zu umschiffen.
- "apply" geht noch einen Schritt weiter und täuscht - bei Verwendung von
- '-r' - gelegentlich einen Medienwechsel vor (..dazu braucht wohl nichts
- gesagt zu werden, oder?).
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- Risiken und Nebenwirkungen sind bis jetzt nicht bekannt - und wohl auch
- in Zukunft nicht zu befürchten - da Glasnost völlig ohne Systemeingriffe
- und/oder Vektorverbiegungen auskommt. Ansonsten: fragen Sie bitte Ihren
- Arzt oder Apotheker.. der Autor (ich) kann leider keinerlei Garantie für
- die korrekte Funktionsweise übernehmen (bei dem Preis).
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- Glasnost wurde mit SOZOBON C (pd) und der von Holger Weets erweiterten
- u. optimierten Standart Bibliothek programmiert. Die Routinen zur Such-
- mustererkennung habe ich dem Sourcecode von MicroEMACS 3.9 entnommen.
- An dieser Stelle mein Dank (..!) und schöne Grüsse in die USA!
-
- Diese PD Software ist noch keineswegs ausgereift, deshalb sind auch
- Fehlerhinweise, Anregungen, Verbesserungsvorschläge (und die üblichen
- Drohbriefe) ganz besonders willkommen. Wer an dem Sourcecode interres-
- siert ist schickt bitte einen frankierten Rückumschlag mit einer forma-
- tierten Leerdiskette an:
-
- Hans Hömberg
- Linden Str. 136
- 4150 Krefeld
- BRD Hals und Beinbruch..
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